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Berichte aus 2016

Schlagkraft der Feuerwehr soll erhöht werden
 

Ehrenamt Neues Konzept 2020 im VG-Rat beschlossen

Einstimmig wurde das neue Feuerwehrkonzept 2020 vom Verbandsgemeinderat Herrstein verabschiedet. Die Wehrleitung um Wehrleiter Nils Heidrich und die neun Ausrückebereichsführer haben es erstellt und mit der Verwaltung abgestimmt. Zweiter Schritt war der politische Beschluss in der VG-Ratssitzung. Heidrich hatte zuvor kurz umrissen, warum das Vorgängerpapier aus dem Jahr 2000 überarbeitet werden musste, und die Ziele erläutert.

Beinahe täglich neue Vorschriften
Laut Heidrich unterliegen die Feuerwehren seit Jahren einem ständigen Wandel. Beinahe täglich werden sie mit neuen Vorschriften und Normen konfrontiert, die Aufgaben werden vielfältiger, das Personal hingegen weniger. Zudem waren zahlreiche Bereiche wie der Digitalfunk 2000 noch kein Thema – ebenso wenig wie der demografische Wandel in dieser Härte, Schließungen mangels Personal oder der hohe Mangel an Einsatzkräften während der Arbeitszeit.

Rückblick: Vor 16 Jahren wurden mit Einführung des Feuerwehrkonzeptes 2000 neun Ausrückebereiche (ARB) gebildet. Die Bildung dieser Alarm- und Ausrückegemeinschaften wurde jedoch fälschlicherweise so verstanden, dass dadurch Feuerwehren geschlossen werden sollen. Fakt aber war, dass nur Teilbereiche gebildet wurden, in denen drei bis fünf Wehren gemeinsam bei Einsätzen alarmiert werden. Letztlich handelte es sich dabei um die Bildung von Löschzügen.
Was aber kann nun verbessert werden? Ganz wichtig ist Heidrich und seinen Mitstreitern, dass das Konzept 2000 nicht verworfen werden soll. Auch wenn nicht alle Ausrückbereiche so miteinander verwachsen sind, wie es einst vorgesehen war, gebe es durchaus auch positive Beispiele. Der Name KiHeMa (für Kirschweiler, Hettenrodt und Mackenrodt) sei seit Jahren ein Begriff. „Drei Wehren haben sich als optimale Konstellation herausgestellt“, sagt Heidrich. Besteht ein Ausrückebereich aus drei Wehren, können, an drei Standorten verteilt, ein wasserführendes, ein wasserförderndes und ein Führungsfahrzeug stationiert werden. Dadurch kann der Ausrückebereich effektiv eingesetzt werden. Unstrittig sei, so sagt der Wehrleiter, dass jeder Ausrückebereich über vernünftiges Equipment verfügen muss. Zusätzlich werden auch Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) benötigt, um das Personal schnell zur Einsatzstelle bringen zu können.
Heidrich denkt, dass es hier und da zu Fusionen kommen wird. „Generell werden aber keine Wehren geschlossen“, stellt er klar. Ziel sollte es sein, in den Ausrückebe-reichen, in denen die Zusammenarbeit noch nicht wie gewünscht funktioniert, sie zu verbessern.
 
Dienstpläne zusammengelegt
Deshalb sind die Dienstpläne in den Ausrückebereichen auch zusammengelegt worden. Der Wehrleiter stellt aber auch unmissverständlich fest: „Die Fahrzeugkon-stellationen in den Ausrückebereichen müssen schrittweise optimiert werden“ – immer im Hinblick auf die
Einteilung der Risikoklassen und der daraus resultierten Forderungen nach Fahrzeugen. Die Ansätze für die Überarbeitung des Feuerwehrkonzeptes lauten daher:
- Sicherstellung der Einsatzbereitschaft auch während des Tages,
- Erhöhung der Schlagkraft durch Bildung effektiver Löschzüge in den ARB,
- Vorhaltung des erforderlichen Gerätes innerhalb des ARB beziehungsweise bei größeren Einsätzen innerhalb der zu erfüllenden Hilfeleistungsfrist,
- Motivation der Einsatzkräfte,
- Umsetzung innerhalb eines absehbaren Zeitraumes (weniger als zehn Jahre),
- Finanzierung muss gewährleistet bleiben (auch Folgekosten).
- Weitere wichtige Ziele bleiben die Nachwuchsgewinnung in den Wehren und die Anerkennung des Ehrenamtes.
Gerade die Mannschaftsstärken seien in den vergangenen Jahren erheblich zurückgegangen. Deshalb müsse Material in den Ausrückebereichen nicht mehr mehrfach vorgehalten werden. Allerdings müsse eine schnelle Personalzuführung erfolgen können.
Was bedeutet das für die künftige Gestaltung der Feuerwehren der VG Herrstein? Ziel müsse es sein, 24 Stunden am Tag eine Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten, hebt Heidrich hervor. Der eigene ARB wird künftig immer vollständig alarmiert, damit mindestens zwei Staffeln und ein Führungstrupp zur Verfügung stehen, die Brandbekämpfung (Hilfeleistung), Wasserversorgung und Führungsunterstützung übernehmen. Dort, wo es möglich ist, soll auf Nachbarschaftshilfe über VG- und Kreisgrenzen hinweg gesetzt werden. Schmidthachenbach sei hier als Beispiel genannt. Heidrich versichert zudem: Die Ausrückebereiche bleiben unverändert. Es gebe also keine Zusammenlegungen oder Verschiebungen.
 
Details in Gesprächen festlegen
Hinsichtlich der Detailplanung werden in Kürze Besprechungen in den einzelnen Ausrückebereichen erfolgen. Hierbei werden die jeweiligen Fahrpläne festgelegt. VG-Wehrleiter Heidrich wünscht sich, dass an diesen Gesprächen alle Wehrführer und Stellvertreter aus dem betroffenen ARB sowie die Wehrleitung teilnehmen. Die Umsetzung erfolgt dann Zug um Zug, insbesondere auch die Fahrzeugbeschaffungen, die unmittelbar bevorstehen.

Die Feuerwehrleute in der VG Herrstein sind rund um die Uhr erreichbar – wie hier bei einem Autounfall nahe der Weidener Brücke im Juni 2015. Damit die Effektivität der Wehreinheiten noch erhöht werden kann, wurde nun das Feuerwehrkonzept 2020 auf den Weg gebracht.

vom 30. Juni 2016
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