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Berichte aus 2016

Gasflaschen drohten bei Brand zu explodieren
 

Bewohner von drei Häusern evakuiert – Spezialunternehmen benachrichtigt

Nach 25 Stunden konnten die Bewohner von drei Wohngebäuden in der Weierstraße, die am Freitagabend nach einem Brand evakuiert werden mussten, wieder zurück in ihre Häuser. In einem kleinen Anbau, der als Werkstatt und Brennholzlager diente, war gegen 22 Uhr aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehrmänner konnten den Brand löschen, fanden allerdings in der Werkstatt zwei Gasflaschen vor, die wegen der entstandenen Hitze zu explodieren drohten. Die Behälter mussten nach Rücksprache mit Fachleuten so lange gekühlt werden, bis sie gefahrlos abtransportiert werden konnten. Es entstand ein Schaden von circa 5000 Euro.

Behälter mitten in den Flammen
Die Leitstelle der Verbandsgemeinde Herrstein war am Freitag um 22.07 Uhr alarmiert worden – zu einem Stall- und Scheunenbrand“, wie der VG-Wehrleiter Nils Heidrich mitteilte. „Die Situation war sehr heikel“, sagte er. Als die Rettungskräfte eintrafen, sei völlig unklar gewesen, was sie erwartet. Der Löschangriff auf den viermal zehn Meter großen Anbau erfolgte von zwei Seiten. Die Atemschutztrupps fanden dann die Gasflaschen. Die Behälter standen zum Teil direkt in den Flammen. Wie stark sich die Behälter bereits aufgeheizt hatten, konnte niemand genau sagen. In einer der Flaschen befand sich Acetylen. Dieses Gas wird unter anderem zum Schweißen, Brennschneiden und Hartlöten verwendet. Ist eine solche Flasche einer hohen Temperatur ausgesetzt, ist ein besonderes Vorgehen der Feuerwehr notwendig. Denn der Behälter kann auch noch mehrere Stunden nach einem Brand bersten. Dem Platzen der Gasflasche kann mit langfristiger Kühlung entgegengewirkt werden. Dies gelingt jedoch nicht immer. „Wenn die Flaschen hochgegangen wären, hätte kein Stein mehr auf dem anderen gelegen“, sagte ein Feuerwehrangehöriger. Den Wehrleuten gelang es, die Gasflaschen mit Wasser zu kühlen und so Schlimmeres zu verhindern. Die Flaschen wurden in einen Kunststoffbehälter gelegt, der wie eine Badewanne mit Wasser gefüllt wurde. Da dieses Wasser durch das ausströmende Gas erwärmt wurde, musste es immer wieder erneuert werden. Dies geschah mittels Wasserwerfer, damit sich keine Wehrleute in den Gefahrenbereich begeben mussten. In einem Radius von 50 Metern um die Flaschen war eine Sicherheitszone eingerichtet worden.

Spezialunternehmen im Einsatz
Rund 24 Stunden nach dem Ausbruch des Feuers traf der Mitarbeiter eines Spezialunternehmens aus Lübeck ein. Die gesamte Zeit bis dahin waren die Gasflaschen von den Wehrleuten gekühlt worden. Das Spezialunternehmen hat sich auf die fachgerechte Entsorgung sowie Verwertung von Gasflaschen und Druckbehältern spezialisiert. Als die Acetylenflasche gegen 23 Uhr in einem speziellen Transportbehälter verstaut war, fiel den Schmidthachenbachern ein Stein vom Herzen. „Ich möchte mal den Zusammenhalt der Anwohner hervorheben. Nachbarn und Bekannte nahmen die Personen, die ihre Häuser verlassen mussten, mitten in der Nacht auf. Und die Sicherheitswache, die gut 25 Stunden am dem Unfallort ausharrte, wurde von den Anwohnern lobenswert umsorgt“, betonte Wehrleiter Heidrich.

Die Feuerwehr war mit nahezu 100 Personen im Einsatz. Vertreten waren die Ausrückebereiche Herrstein, Fischbach und Oberreidenbach. Hintertiefenbach war in Bereitschaft. Polizei und Rettungsdienste waren ebenfalls vertreten – wie auch der Wassermeister der Verbandsgemeinde Herrstein. Ein Westnetz-Bediensteter hatte außerdem den Strom gebietsweise abgestellt.

Herrsteins VG-Wehrleiter Nils Heidrich und Sascha Moser, Wehrführer der Feuerwehr Herrstein freuen sich, dass ihr Einsatz in Schmidthachenbach nach 25 Stunden ohne Verletzte beendet werden konnte. Die Gasflaschen waren permanent gekühlt worden und schließlich von einem Spezialunternehmen aus Lübeck abtransportiert worden. Die evakuierten Bewohner von drei Wohnhäusern mussten nicht länger bei Bekannten untergebracht werden.

vom 21.11.2016, Bericht: Sebastian Schmitt und Andreas Nitsch; Fotos: Sebaszian Schmitt

 

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