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Berichte aus 2017

170 000 Jodtabletten für den Katastrophenfall
 

Vorsorge Warum die Pillen nun bei der Kreisverwaltung gelagert werden – Schutz vor den Folgen eines Atomunfalls

Vorsorge für einen Atomunfall: 168 000 Jodtabletten hat der Landkreis Birkenfeld Ende Juni vom Land Rheinland-Pfalz erhalten. Diese Tabletten sollen die Bevölkerung bei einem Unfall in einem Kernkraftwerke vor Schädigungen der Schilddrüse schützen. Bisher waren rund acht Millionen Jodtabletten für Rheinland-Pfalz zentral in Alzey, Landau, Ludwigshafen und Saarburg gelagert. Die Versorgung mit Material für einen solchen Katastrophenfall wurde nun auf eine dezentrale Lagerung umgestellt. Mit der Verteilung der Tabletten auf die einzelnen Landkreise will das Land im Rahmen der Katastrophenschutzplanung erreichen, dass alle Kommunen die Tabletten so schnell wie möglich ausgeben können. Das vorgesehene Tablettenkontingent wurde von der Kreisverwaltung Birkenfeld auf Anordnung der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) in Alzey abgeholt.
„Die zugeteilten Tabletten werden bei der Kreisverwaltung gelagert und im Bedarfsfall an die Verbandsgemeinden und die große kreisangehörige Stadt Idar-Oberstein ausgegeben“, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Sollte es zu einem atomaren Unfall kommen, werden die Tabletten zu den Stützpunktfeuerwehren der Verbandsgemeinden und der Stadt Idar-Oberstein gebracht und von dort aus an festgelegten Ausgabepunkten an die Bevölkerung verteilt. Die Verteilung an den Ausgabepunkten erfolgt durch die jeweilige Feuerwehr beziehungsweise in Krankenhäusern durch vorhandenes Personal.
Die Katastrophenschutzplanung der ADD für die Umgebung bildet die Grundlage für die Schutzmaßnahmen in Rheinland-Pfalz. Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen durch die Ereignisse von Fukushima wird diese Planung derzeit fortgeschrieben. Sie soll Ende 2018 abgeschlossen sein. Grundlage für die Anzahl der abgegebenen Jodtabletten an die Kommunen war die Einwohnermeldung vom Mai 2017 der zu berücksichtigenden Personengruppe an das Statistische Landesamt plus ein Zuschlag von 50 Prozent für Schwangere, kurzfristig anwesende Berechtigte (etwa Studenten, Urlauber oder Austauschschüler) sowie Schwankungen bei der Anzahl der berechtigten Menschen.

Was das Jod bewirken soll
Tritt bei einem Zwischenfall in einem Kernkraftwerk radioaktives Jod aus, kann dieses durch Einatmen vom Körper aufgenommen und in der Schilddrüse gespeichert werden. Das kann Schilddrüsenkrebs zur Folge haben. Die Einnahme von Jodtabletten „sättigt“ die Schilddrüsen. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Körper radioaktives Jod aufnimmt.
Die Einnahme der Tabletten soll eine sogenannte Jodblockade auslösen. Sie muss im Notfall genau zu dem Zeitpunkt erfolgen, den die Behörden ansagen.
Weitere Informationen zur Einnahme von Jodtabletten, also Kaliumjodid, im Falle eines Atomunfalls gibt es im Internet unter www.jodblockade.de

Kernkraftwerke in der Nähe
Von Birkenfeld ist es bis zum nächsten Kernkraftwerk gar nicht weit. Biblis in Hessen liegt nur knapp 70 Kilometer Luftlinie entfernt, Philippsburg in Baden-Württemberg 90 Kilometer, Cattenom 100 Kilometer, Neckarwestheim in Baden-Württemberg 145 Kilometer sowie Tihange in Belgien 180 Kilometer und Chooz in den französischen Ardennen 200 Kilometer.

vom 12.09.2017, Bericht: Andreas Nitsch (Redakteur der Nahe-Zeitung)

 

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