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Berichte aus 2018

Ende der Feuerwehr ist in Sicht
 

Auflösung Die Personaldecke ist zu dünn: Konzept soll gegensteuern

Die freiwillige Feuerwehr im Ort wird aufgelöst. Wenn am Montag, 26. Februar, 19.30 Uhr, im Vereinsheim Brunnenstube in Nockenthal der Ortsgemeinderat eine Empfehlung formuliert, ist das zwar noch nicht bindend, die Entscheidung muss erst noch den Feuerwehrausschuss der VG und danach den VG-Rat passieren, aber es gibt keine Zweifel: Das Ende der Feuerwehr in der 500-Einwohner-Gemeinde ist in Sicht.
Selbst der Wehrführer und sein Stellvertreter hätten erklärt, es ergebe keinen Sinn, mit der derzeitigen personellen Situation weiterzuarbeiten, informierte Ortsbürgermeister Hans-Dieter Kappler. Fünf Aktive gibt es noch im Ort, es fehlt noch viel zur vorgeschriebenen Mindeststärke von neun Mann. Die fünf sind auch nicht immer verfügbar, sie haben einen Beruf, arbeiten auswärts und können nicht immer in den Einsatz. Eine Staffel besteht bei einer Feuerwehr aus sechs Aktiven – ein Feuerwehrauto mit sechs Mann (oder Frauen) zu besetzen, ist in Rötsweiler-Nockenthal nicht möglich. Seit einiger Zeit bildet die Wehr einen Ausrückebereich mit Siesbach und Leisel. Bei Alarmstufe eins (kleinere Einsätze wie einer Katze vom Baum herunterzuhelfen) fahren die Aktiven aus allen drei Wehren raus, in Stufe zwei (Auto oder Wohnung brennt, zum Beispiel) sind die Kollegen aus Birkenfeld und/oder Idar-Oberstein eingebunden, die die nötige technische Ausrüstung und Drehleitern dabeihaben.
Kappler hat andere Probleme, die sich aus der Neustrukturierung ergeben: „Ich habe keinen Ansprechpartner mehr, wenn es darum geht, den Maibaum zu putzen oder die Gullys zu leeren. Da zerbröckelt vieles, was bisher selbstverständlich war.“ Anderes Thema: Wer sorgt fürs Säubern der Hydranten im Ort und fürs Einfetten der Hydrantendeckel? Sie müssen regelmäßig geprüft und gereinigt werden, das ist Vorschrift. Kappler weiß auch: Rötsweiler-Nockenthal ist kein Einzelfall, diese und ähnliche Probleme häufen sich überall auf dem Land. In der VG Birkenfeld ist zum Jahresende 2017 die Feuerwehr in Ellenberg aufgelöst worden, Rötsweiler-Nockenthal folgt jetzt, andere haben ebenfalls Probleme – entweder personelle oder weil die Stellplätze zu klein sind für die mit immer mehr Technik aufgerüsteten Fahrzeuge. Um gegenzusteuern, hat die VG ein Konzept für die Wehren in ihrem Einzugsbereich erarbeitet. VG-Wehrleiter Lars Benzel hat es federführend entworfen. „Das Konzept“, sagt Benzel, „wird nach und nach umgesetzt.“
Das Ziel: die Effizienz der Feuerwehr zu erhalten. Dafür braucht es Zeit, die Umsetzung des Konzepts ist schon jetzt auf dem Weg, wird aber erst mittelfristig fertig sein. Zu den zwei Stützpunktfeuerwehren in Birkenfeld und Hoppstädten-Weiersbach kommen fünf Schwerpunktwehren in Schwollen, Siesbach, Brücken, Oberbrombach und Oberhambach. In Brücken soll das Gerätehaus aus- oder umgebaut oder erweitert werden – was genau gemacht wird, weiß man noch nicht. Im aktuellen VG-Haushalt seien Planungsmittel eingestellt, informiert Benzel. Im Haus fehlen Umkleidemöglichkeiten für die Wehrleute, die Unterbringung fürs Fahrzeug ist zu klein.
Zur Schwerpunktwehr in Brücken gehören Achtelsbach und Dambach, Ellweiler und Meckenbach könnten dazukommen, man sei dort noch im Gespräch, heißt es. Im Gesprächsmodus ist auch eine mögliche Zusammenlegung von Niederhambachs Wehr mit der
größeren Einheit in Oberhambach. Dort sind bereits die Gollenberger, deren Wehr zum Jahresende 2017 mit der aus Oberhambach fusioniert hat.

Foto: Reiner Drumm

Das Gerätehaus der Feuerwehr Rötsweiler-Nockenthal ist schon bald vermutlich verwaist. Die Wehr steht wie auch andere in der Region vor der Auflösung.

vom 23.02.2018, Bericht: Karl-Heinz Dahmer

 Lesen Sie hierzu auch den Bericht: Rat stimmt Auflösung nicht zu und VG-Ausschuss plädiert für Auflösung

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