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Berichte aus 2018

Brandbrief an Hottenbacher Bürger
 

Ehrenamt Feuer in Doppelgarage zeigt Missstände auf ganz drastische Weise auf

Nach einem Brand, der sich Anfang April in Hottenbach ereignet hat, richtet sich Ortsbürgermeister Horst Kreischer nun in einem Brandbrief – wie er sein Schreiben selbst tituliert – an die Hottenbacher Bevölkerung. Sein Ziel ist es, die Bürger wachzurütteln und neue Mitglieder für die örtliche Feuerwehreinheit zu gewinnen.
Rückblick: In einer Doppelgarage mit eingebauter Werkstatt war am Mittwoch, 4. April, gegen 10.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Als die Feuerwehren der Ausrückebereiche eins und drei am Brandort in der Rhaunener Straße eintrafen, stand die Werkstatt bereits im Vollbrand. Die alarmierte Feuerwehr konnte jedoch verhindern, dass ein benachbartes Wohnhaus ebenfalls zu Schaden kommt. Außerdem wurden mehrere Flüssiggasflaschen und Lithiumionenakkus – das sind Spezialbatterien – gesichert. So nüchtern steht es sinngemäß im Einsatzbericht, den die Feuerwehr Rhaunen anschließend veröffentlichte.
Der Hottenbacher Ortsbürgermeister beschreibt nun seine Sicht der Dinge, auch wenn Feuerwehrangelegenheiten originäre Aufgabe der Verbandsgemeinde seien. Laut Kreischer sei eine ortsansässige Feuerwehr dazu da, um im Fall eines Brandes oder eines anderen Vorkommnisses als Erste am Unglücksort ihrer Heimatgemeinde zu sein, um mit ihren Mitteln Sofortmaßnahmen einzuleiten, bis Verstärkung aus den auch alarmierten Ausrückbereichen zur Hilfe kommt. Bei dem Brand in Hottenbach bot sich allerdings ein für Kreischer erschreckendes Bild: Lediglich zwei Hottenbacher Feuerwehrleute rückten aus. Das waren natürlich zu wenige, um zum Beispiel die schwere Pumpe aus dem Feuerwehrfahrzeug zu heben. Zufällig vorbeikommende Zivilisten mussten einspringen. Aber auch der Ausrückbereich drei (Hottenbach-Asbach/Hellertshausen und Schauren) insgesamt erschien Kreischer unterrepräsentiert.

Mehr Schaulustige als Wehrleute
„Und die Zahl der schaulustigen Hottenbacher im feuerwehrfähigen Alter war höher als die Anzahl der im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute aus dem Ort – eigentlich schade.“ Auch wenn bei dem Feuer „nur“ Garagen in Mitleidenschaft gezogen worden seien, sollte man sich vor Augen führen, wie es bei einem möglichen Wohnhausbrand aussehen kann, wenn eine Wehr anrückt, die ihr Equipment nicht einsetzen kann, da es an Personal fehlt. „Bis auswärtige Hilfe eintrifft, vergeht einige Zeit – kostbare Zeit, die unter Umständen über Leben und Tod entscheiden kann“, erklärt Kreischer. Er fährt fort: „Als viertgrößte Ortsgemeinde der VG Rhaunen und mit rund 600 Einwohnern sollten wir es uns nicht leisten, wegen fehlenden Personals und wegen eines fehlenden Wehrführers ohne Feuerwehreinheit zu sein.“
Genau in diese Richtung scheine sich die Problematik aber zu entwickeln. Bei der 2017 vom Gemeinderat gestarteten Werbeaktion, die mit erheblichen Kosten verbunden war, wurden mehr als 200 feuerwehrfähige Personen zum Eintritt in die Feuerwehr angesprochen. Doch der Erfolg sei mehr als dürftig gewesen. Die Gründe, weshalb man kein Feuerwehrmitglied werden könne, waren für Kreischer und seine Mitstreiter zum Teil haarsträubend.

Argument nicht akzeptabel
Das etwa genannte Argument, dass zuerst Ratsmitglieder in die Feuerwehr eintreten sollten,könne nicht akzeptiert werden. Schließlich stellten sich die Ratsmitglieder ohnehin schon in großem Maße ehrenamtlich in den Dienst ihrer Gemeinde, sei es durch Rats- oder eine handwerkliche Tätigkeit.
„Mir ist auch klar, dass nicht jeder allzeit zur Verfügung stehen kann, aber bei einer größeren Anzahl von Wehrmitgliedern als der jetzigen dürfte es einfacher werden, im Einsatzfall wirksam eingreifen zu können“, sagt Ortsbürgermeister Horst Kreischer. Er appelliert daher nochmals an alle Bürger im feuerwehrfähigen Alter, sich zum Dienst in der Feuerwehreinheit Hottenbach zur Verfügung zu stellen. Optimal wäre natürlich, wenn sich Gemeindemitglieder anmelden würden, die bereits eine entsprechende Ausbildung haben – „es gibt sie im Ort“, hebt Kreischer hervor. Der Hottenbacher Ortsbürgermeister bietet an, Eintrittsanträge gern an die Verbandsgemeindeverwaltung weiterzuleiten.

Die Feuerwehr konnte den Brand in einer Doppelgarage mit angebauter Werkstatt löschen und verhindern, dass das benachbarte Wohnhaus ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Einsatz zeigt allerdings deutlich auf, wo es in Hottenbach hapert.

vom 26.04.2018, Bericht: Andreas Nitsch

 

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