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Berichte aus 2018

Mit einer Handdruckspritze fing alles an
 

Historie Die Feuerwehren Berschweiler und Fohren-Linden feiern ihr 90-jähriges Bestehen – Kooperation seit vielen Jahren

Die beiden Feuerwehren aus Berschweiler und Fohren-Linden feiern am ersten Septemberwochenende gemeinsam ihr 90-jähriges Bestehen am Feuerwehrgerätehaus in Berschweiler. In beiden Gemeinden wurde am 16. beziehungsweise 17. Juni 1928 die freiwillige Feuerwehr gegründet.
Als Gründungsmitglieder hatten sich überwiegend Angehörige der damaligen Pflichtfeuerwehren zusammengeschlossen, um „eine wirksamere Bekämpfung von Bränden und die Beseitigung von Missverhältnissen in der Pflichtfeuerwehr“ zu erreichen, wie der damalige Schriftführer in Berschweiler, Adolf Lang, im Protokoll festgehalten hat.
In Fohren-Linden bestand die Ausrüstung zum Zeitpunkt der Gründung aus einem handgezogenen Spritzenkarren mit einer bespannten Handdruckspritze und einem Leiterwagen auf Holzrädern. Im Jahr 1936 wurde die Berschweilerer Wehr erstmals als Amtsfeuerwehr des damaligen Amtes Burglichtenberg bestätigt. Sie erhielt eine Tragkraftspritze und ein Löschfahrzeug mit Anhänger. Bereits 1938 bekam die Wehr ein neues Löschfahrzeug sowie eine neue Tragkraftspritze TS 8. Im Zweiten Weltkrieg war dann der überwiegende Teil der Feuerwehrmänner eingezogen, und ältere sowie jugendliche Einwohner und Frauen übernahmen den Feuerschutz. 1945, beim Einzug der Amerikaner, erlitt die Berschweilerer Wehr einen empfindlichen Verlust, weil die Amerikaner das Feuerwehrfahrzeug beschlagnahmten und die Tragkraftspritze über Gebühr sowie unsachgemäß beanspruchten und so erheblichen Schaden anrichteten. Auch andere Ausrüstungsgegenstände waren durch ungenügende Pflege und Wartung sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass man in dieser Zeit zwangsläufig von einem Tiefstand im Feuerlöschwesen sprechen kann.
Erst nach der Währungsreform ging es mit dem Brandschutz wieder bergauf. Die vordringlichsten Anschaffungen konnten von der Gemeinde übernommen werden. Am 8. Juni 1955 versagte bei einem Scheunenbrand in Berglangenbach die Tragkraftspritze, und es musste eine neue angeschafft werden. 1959 wurde von der Amtsverwaltung mit Unterstützung des Landes und des Kreises ein modernes Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe für 27 300 Mark angeschafft. Das bisherige Borgward-Fahrzeug wurde in Thallichtenberg stationiert. Die Wehr in Fohren-Linden erhielt 1964 einen Anhänger mit einer neuen Tragkraftspritze, der von einem Traktor gezogen wurde. Anfang 1969 wurde die Schlagkraft der Amtsfeuerwehr Berschweiler durch die Anschaffung eines modernen Tanklöschfahrzeuges und eines Kleinlöschfahrzeuges verbessert.
1974 wurde in Berschweiler eine Jugendfeuerwehr gegründet, die heute noch besteht. 1978 wurde auch die Wehr aus Fohren-Linden durch die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF) motorisiert. Von 1978 bis 1979 wurde das neue Gerätehaus in Berschweiler gebaut, in dem auch die Freiwillige Feuerwehr Fohren-Linden untergebracht ist. 1982 stationierte der Landkreis einen Gerätewagen (GW) zur technischen Unfallhilfe in Berschweiler, der heute noch seinen Dienst verrichtet. Seit Anfang der 1990er-Jahre arbeiten die beiden Wehren auch einsatz- und übungstechnisch zusammen.
1997 wurde als Ersatz für das Kleinlöschfahrzeug ein Mannschaftstransportfahrzeug mit Ladepritsche und 2001 als Ersatz für das Tanklöschfahrzeug ein modernes Löschfahrzeug LF 16 gekauft. Heute besteht die Freiwillige Feuerwehr Berschweiler/Fohren-Linden aus 54 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen sowie acht Jugendlichen und sechs Mitgliedern in der 2010 gegründeten Bambini-Abteilung.
Gleichzeitig mit dem Jubiläumsfest wird auch die Einweihung des neuen Anbaus an das Gerätehaus gefeiert, der überwiegend in Eigenleistung errichtet wurde. In ihm sind ein Umkleideraum, eine Werkstatt, ein Besprechungsraum sowie Toiletten untergebracht.

Repro: Volker Gutendorf

Blick in eine andere Zeit: Das Foto zeigt die Berschweilerer Wehr 1953 beim 25-jährigen Bestehen. Das Festzelt stand in der Wiese unterhalb des ehemaligen Schulgebäudes in der Eckersweiler Straße.

vom 31.08.2018

 

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