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Berichte aus 2018

Braucht Brücken neues Domizil für Brandschutz?
 

Konzept VG-Feuerwehr will Fahrzeugflotte aufrüsten und sich besser gegen Unwetter wappnen

Noch ist das neue zentrale Gerätehaus in Birkenfeld nicht fertig, da richtet sich der Blick der Verantwortlichen bei der VG-Feuerwehr bereits auf die weitere Aufrüstung der Brandschutztruppen in der nahen Zukunft. Wehrleiter Lars Benzel hat in der jüngsten Sitzung des zuständigen Fachausschusses den Entwurf für ein Fahrzeugkonzept vorgestellt, das mit der Anschaffung zusätzlicher Einsatzwagen, aber auch der Verschiebung von bereits vorhandenen Autos von einem Ort in den anderen bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden soll.
Zudem steht in Brücken die Errichtung eines neuen Brandschutzdomizils zur Debatte. Ob dieses Großprojekt verwirklicht wird, ist aber noch offen. Eine definitive Entscheidung darüber sollte bis spätestens 2020 getroffen werden, heißt es seitens der VG-Wehrleitung. Bürgermeister Bernhard Alscher betonte im Ausschuss, dass das von Benzel vorgestellte Konzept „zunächst einen ersten Aufschlag darstellt, den wir nun in der VG auf verschiedenen Ebenen diskutieren müssen“. Er stellte aber auch klar: „Es ist nicht viel ,Wünsch dir was‘ darin enthalten.“ Alscher sieht also die im Fahrplan aufgelisteten Punkte als notwendig an, um die VG-Feuerwehr mit ihren aktuell circa 480 Aktiven und einer Flotte von derzeit 48 Fahrzeugen auf einem zeitgemäßen Stand zu halten.
Das ist auch deshalb wichtig, weil der Pfeil bei den Einsatzzahlen weiter nach oben zeigt. In diesem Jahr mussten die Feuerwehren im VG-Gebiet bislang 220-mal (Stand: 24. September) ausrücken. Eine immer größer werdende Problematik ergibt sich dabei durch die sich häufenden Unwetter, wie es zuletzt am Wochenende der Fall war, als Fabienne übers Land zog und die Feuerwehr auch im VG-Gebiet Sturmschäden wie umgestürzte Bäume oder Geröll auf der Fahrbahn beseitigen musste.
Vor allem aber muss sich die VG-Feuerwehr besser im Kampf gegen Hochwasser wappnen. Im Birkenfelder Land gab es zwar keine so verheerenden Überflutungen wie Ende Mai im Fischbachtal, gleichwohl „haben auch bei uns Unwetterlagen die Feuerwehrleute stark gefordert und sie an die Belastungsgrenze geführt, weil wir teils 25 Einsätze gleichzeitig im VG-Gebiet hatten“, sagt Benzel.

Gefüllte Sandsäcke auf Einkaufsliste
Dabei traten auch logistische Schwierigkeiten zutage, „weil wir in diesen Fällen benötigtes Material wie Pumpen nicht so schnell zu den Einsatzorten transportieren konnten“. Aufgrund dieses erkennbaren Mankos schlägt Benzel im Konzept für 2019 den Kauf eines Mehrzweckfahrzeugs (MZF) 2 für Logistikaufgaben vor, das an einem noch nicht geklärten Standort – im Raum stehen Hoppstädten oder Schwollen – postiert werden soll. Die geschätzten Kosten dafür betragen 130 000 Euro, wobei mit einem Landeszuschuss in Höhe von 28 000 Euro gerechnet wird. Dazu sollten für nächstes Jahr weitere Materialien für Unwettereinsätze wie gefüllte Sandsäcke, Schmutzwasserpumpen und Abwassersauger angeschafft werden, fordert die VG-Wehrleitung.
Für 2019 ist im Konzept der Wehrleitung der Kauf eines Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) vorgesehen, das im Ausrückebereich 9 bei der Brandbekämpfung und der technischen Hilfe
nach Unfällen dienlich sein soll. Dieses 160 000 Euro teure Auto würde dann in Siesbach postiert. Außerdem soll für den Ausrückebereich 6 im Trauntal für 40 000 Euro ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) angeschafft werden, dessen geplanter Standort vorerst Meckenbach ist. 20 000 Euro will die VG-Feuerwehr nächstes Jahr zudem in einen Rollwagen für technische Hilfe investieren. Die darin enthaltenen Geräte sind wichtig, um nach Unfällen beispielsweise einen Lkw anheben zu können oder aber um einsturzgefährdete Gebäude abzustützen.
Das von Benzel vorgestellte Konzept sieht zudem vor, dass nach dem Aus der Freiwilligen Feuerwehr Niederhambach das dortige Kleinlöschfahrzeug (KLF) 2019 nach Buhlenberg versetzt wird. Dort ist aktuell noch ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) im Einsatz, das wiederum nach Dienstweiler wechseln soll. Durch die geplanten Neuanschaffungen für die Wehren in Siesbach und Meckenbach könnten zudem zwei ältere Autos dieser Truppen verkauft werden. Benzel rechnet damit, dass diese Fahrzeugumsetzungen für die VG eine Kostenersparnis in Höhe von 82 000 Euro bringen werden.
Demgegenüber stehen aber für die Anschaffung neuer Einsatzwagen und Geräte Investitionen, die sich auf insgesamt 380 000 Euro belaufen. Abzüglich der erwarteten Landeszuschüsse (92 000 Euro) bleibt damit für die VG ein Eigenanteil von 288 000 Euro, den sie 2019 in ihrem Etat stemmen müsste. Außerdem fallen natürlich auch noch laufende Unterhaltungskosten – etwa für Fahrzeuge, Funk oder Atemschutzgeräte – an. Zudem sind Aus- und Fortbildungen wichtig, und es ist auch der Kauf neuer Schutzkleidung erforderlich.
All diese Ausgaben schlagen mit zusätzlich 320 000 Euro zu Buche.

Spezialauto für Katastrophenfall
Ab 2020 ist darüber hinaus im Konzept der Kauf weiterer Fahrzeuge beabsichtigt. So soll die Feuerwehr Birkenfeld als Ersatz für ihr bisheriges Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 aus dem Jahr 1996 für 280 000 Euro mit einem Löschfahrzeug (LF) 20 für Katastrophenschutz
ausgestattet werden. Das TLF soll dann wiederum nach Hoppstädten verlegt werden. Für die Trauntalfeuerwehr (Ausrückebereich 6) ist zudem 2021 der Kauf eines 160 000 Euro teuren MLF im Konzept geplant.
Wo dieses Fahrzeug in Brücken stationiert wird, ist aber noch offen. Das bestehende Gerätehaus im Ort weist brandschutztechnische Mängel auf. Zudem hat der Zahn der Zeit an ihm genagt, sodass umfangreiche Sanierungen nötig wären. Da das Domizil aber ohnehin zu klein für die modernen Fahrzeuge ist und eine Erweiterung am bestehenden Standort nicht möglich ist, plädiert die VG-Wehrleitung für die Errichtung eines neuen Gerätehauses mit Stellflächen für drei Autos. Ein geeigneter Platz dafür wurde an der Straße in Richtung Achtelsbach schon gefunden, sagte Benzel im Ausschuss.
Alscher machte in diesem Gremium jedoch deutlich, dass er sich bei einem solchen Projekt – ähnlich wie es in der Vergangenheit etwa in Siesbach oder Gimbweiler der Fall war – eine finanzielle Beteiligung der Ortsgemeinde Brücken erwarten dürfe. Denn die verschuldete VG müsse schon darauf schauen, ob sie sich dieses Vorhaben überhaupt leisten kann, da auch in anderen Bereichen möglicherweise größere Investitionen anstehen, betonte Alscher. Er verwies dabei exemplarisch auf die Tatsache, dass wegen der steigenden Kinderzahlen in der Kreisstadt eventuell der Bau einer neuen Kita in Birkenfeld nötig sein wird, dessen geschätzte Kosten circa 2 Millionen Euro betragen.

Neigt sich die bisherige Form der Nutzung bei diesem Gebäude dem Ende entgegen?
Das Feuerwehrgerätehaus in Brücken ist nicht nur zu klein, sondern weist auch Brandschutzmängel auf. Deshalb wird in den Gremien der Verbandsgemeinde über einen Neubau nachgedacht.

vom 26.09.2018; Bericht: Axel Munsteiner

 

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