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Motorsägenlehrgang 2024

Brandschützer am Umgang mit Motorsäge geschult

Motorsägenlehrgänge des Kreisfeuerwehrverbandes fanden großes Interesse

 
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Foto: Nico Antes
 
Kreis Birkenfeld. Auf reges Interesse stoßen die vom Kreisfeuerwehrverband (KFV) Birkenfeld angebotenen Motorsägenlehrgänge. Jüngst waren in Berschweiler bei Baumholder 19 Teilnehmer beim Grundkurs und weitere 12 dabei, die lediglich die alle drei bis fünf Jahre fällige Auffrischung benötigten. Diese speziellen Schulungen sind notwendig, weil Feuerwehrleute die Kettensäge unter ganz anderen Anforderungen einsetzen als beispielsweise Waldarbeiter, wie der KFV-Vorsitzende Michael Dick erläutert: Zum einen müssen sie gewappnet sein, um das Rettungsgerät unter schwierigen Rahmenbedingungen wie schlechten Licht-, Sicht- oder Witterungsverhältnissen wie Nebel oder Schneefall und in unwegsamem Gelände einzusetzen, zum anderen fehlt ihnen die Routine des täglichen Umgangs.
Neben den für alle verpflichtenden drei Stunden Theorie hatten die Anfänger acht Stunden und die Fortgeschrittenen vier Stunden Praxis zu leisten. Im praktischen Teil kam auch ein Spannungssimulator zum Einsatz, der es ermöglichte, Holzstämme unter Spannung mit der richtigen Schnitttechnik zu durchtrennen: Eine solche Problematik kann bei Windwurf durch umstürzende oder bereits umgestürzte Bäume bestehen, wobei die Feuerwehren nur für Sofortmaßnahmen zur akuten Gefahrenabwehr zuständig sind. Dann sind sie gefordert, wenn es gilt, aufgrund eines umgestürzten Baums eingeklemmte Personen aus einem Auto zu befreien oder einen versperrten Zugang zu einer konkreten Einsatzstelle zu räumen.
Alle Akteure – darunter zwei Frauen – waren voller Motivation bei der Sache, was nicht zuletzt den vier Instruktoren Nico Antes, Florian Thoes und Thorsten Hartenberger zu verdanken war, die ihre Qualifikation alle am Forstlichen Bildungszentrum in Hachenburg erworben hatten. Das Trio schärfte den 31 Absolventen ein, dass Sicherheit die oberste Prämisse ist.
Neben der Handhabung der Kettensäge umfasste die Ausbildung deren Aufbau und Funktion, die Wartung und Instandsetzung, Kettenschärfen, Sonderkraftstoffe, Ergonomie und kräfteschonendes Arbeiten am Holz. Wurzelstöcke und Totholz wurden ebenso thematisiert wie das Ausmessen eines stehenden Baums, um bei der Fällung die vorgeschriebene doppelte Baumlänge zu gewährleisten.
Sämtliche Teilnehmer schlossen den Lehrgang mit Erfolg ab. Jeder erhielt umfangreiche Schulungsunterlagen, um das Wissen zu Hause vertiefen zu können.

Bericht: Heike Einhorn


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